SPECIAL: Trail Hunter Transalp


Alpencross vom Brenner nach Bassano del Grappa

1.369,00 €

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Bike-Art: All Mountain, Enduro
Distanz: 320 Km
Höhenmeter: 9000 Hm
Etappen: 6
Dauer: 7 Tage
Fahrtechnik: Fortgeschrittener - Könner S2 - S3
Kondition: Fortgeschritten
Mindestteilnehmerzahl: 6
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Transalp - Mittelschwer - SPECIAL: Trail Hunter Transalp

Trans-Dolomiten

Trails vom Brenner nach Bassano del Grappa

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Nicht ohne Grund wurde das Gebiet der Dolomiten zum UNESCO Weltnaturerbe ernannt. Atemberaubende Felsformationen und satte Almwiesen sind der Rahmen dieser Singletrailreise in einer Bilderbuchlandschaft. Ebenso spektakulär wie die Landschaft sind die, meist aus dem Krieg stammenden, Trails - nicht selten in den blanken Fels geschlagen, fordern sie die Konzentration jedes Riders. Diese alte, imposante Infrastruktur nutzen wir bereits ab dem Alpenhauptkamm, wo wir am Brenner unser Abenteuer auf der Jagd nach den besten Trails beginnen. Die letzten 100 Serpentinen am Monte Grappa spucken uns schließlich, beinahe fahrtrunken, südlich der Alpen wieder aus.

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Leistungen  

 

Im Preis enthalten:

  • 6 Tage Tourenführung und -betreuung durch unsere professionellen Guides
  • 6x Übernachtung im DZ,
  • 6x Halbpension,
  • alle Shuttles und Liftkosten
  • Gepäcktransport
  • Rücktransport

Optionen:

  • Anreise am Vortag oder früher: Sie bekommen eine Hotelliste zur Eigenbuchung
  • Einzelzimmerbuchung – nicht immer möglich. Zuschlag wird vor Ort berechnet!
  • Zusätzliche Verlängerungsnächte am Zielort: zu FAHRTWIND® Konditionen/Tag (wir berechnen eine Bearbeitungsgebühr von € 20.-)
  • Preis ohne Rücktransport: abzgl. € 49.-

Route  
Beschreibung  

1. Tag: Gries am Brenner - Pfitscher Tal

2. Tag: Pfitscher Tal - St. Vigil

3. Tag: St. Vigil – Selva di Cadore / Alleghe

4. Tag: Selva di Cadore / Alleghe - Passo Rolle

5. Tag: Passo Rolle - Corlo See

6. Tag: Corlo See - Bassano del Grappa

7. Tag: Rücktransport

Details:

1. Tag: Gries am Brenner - Pfitscher Tal            reise_icon_hoehenmeter     1150 Hm           reise_icon_distanz 30 Km   

An unserem Treffpunkt am Vormittag erwartet uns bereits das erste Highlight der Woche: Die Rocky Mountain highend Bikes - unsere idealen Wegbegleiter für das bevorstehende Trail-Abenteuer. Wir passen die Position und das Fahrwerk an unsere Bedürfnisse an und verladen das Gepäck in unser Shuttle. Ein kurzes Briefing erklärt die Strecke und wie wir in den kommenden Tagen unterwegs sein werden.

Eben noch im quirligen Brennerort, befinden wir uns schon mitten in der Auffahrt, vorbei am 2776 Meter hohen Wolfendorn. Schon der erste Übergang der Tour kündigt die folgenden Tage dramatisch an: Freie Sicht auf die gewaltigen Eisflanken des Alpenhauptkamms mit Zillertaler und Stubaier Gipfel, gepaart mit einem handtuchbreiten Spitzentrail ins Tal!  Schon nach wenigen Minuten der Auffahrt kehrt friedvolle Idylle ein, denn der Zivilisationslärm versickert im Tal. Nur noch Du und Dein Bike! Zugegeben, die Auffahrt auf dem alten Militärweg ist zwischen durch recht ungemütlich steil. Wer hier Kräfte sparen will, wird an einigen Stellen besser absteigen und sein Highend Bike schieben. So sieht man schon recht bald zurück über das schöne Wipptal bis hinunter nach Innsbruck, herrlich umrahmt von den Stubaieralpen und der "Nordkette", dem markanten Karwendel. Um der Auffahrt etwas mehr Gemütlichkeit abzugewinnen, haben wir mehrere Pausen eingeplant. Nach dem Überschreiten der Baumgrenze bei ca. 1800 Metern wird es Zeit für unsere Lunchpakete: Mit unglaublicher Aussicht entlang der Gipfel des Alpenhauptkamms machen wir ausgiebigt Brotzeit am Wegesrand.

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Keine Eile: Pausen erleichtern die steile Auffahrt

Frisch gestärkt fallen die restlichen Höhenmeter zur Passhöhe nicht mehr schwer. Grandios ist der Empfang hier oben, denn jetzt gibt der Berg die Sicht auf die andere, östliche Seite frei! Zunächst beeindruckt der gewaltige Tiefblick in das 1100 Meter unter uns gelegene Pfitscher Tal. Am Talschluß trohnt der mächtige, mit Eis gepanzerte Hochfeiler. Er ist mit 3510 Metern der höchste der sich nun zeigenden Zillertaler Berge und scheint zum Greifen nah, obwohl uns Luftlinie noch 18 Kilometer von seiner weißen Erscheinung trennen. Die Dimensionen sind hier oben nur schwer einzuschätzen. Sehr schnell aber sucht unser Blick den weiterführenden Weg in die Tiefe, denn schon nach wenigen Metern wird der vielversprechende Pfad von steilen Felsbändern verdeckt.

Der Weg im österreichisch- italienischen Grenzgebiet war bis in die 1960er Jahre auch besonders bei Schmugglern beliebt. Sie trugen in Rucksacken vorwiegend Saccharin, Tabak, Feuersteine und Feuerzeuge über die Grenze. Aber auch der Viehschmuggel war lukrativ. Bei Verdächtigen führte die Finanzwache häufig Hausdurchsuchungen durch. Im Hochtal von Pfitsch hatte die Aufzucht innerhalb der Viehwirtschaft immer Priorität, wobei das Jungvieh in das Sterzinger Becken und das Eisacktal verkauft wurde. Daher kannten die Bauern Abnehmer für die geschmuggelten Tiere und erzielten dabei hohe Gewinne, weil die Viehpreise in Italien lange Zeit fast doppelt so hoch wie in Nordtirol waren. Hier oben warteten die Schmuggler eine günstige Gelegenheit ab, um die Tiere bei Nebel von Hilfskräften über die Grenze nach Innerpfitsch zu treiben.

Wir checken nochmals unsere Ausrüstung: Federgabel und Dämpfer „offen“? Handschuhe und Protektoren an? Helm zu? Rucksack zu? – Es kann losgehen! Nach den ersten Metern Wiesenpfad empfangen uns gleich mehrere verblockte Schikanen, die unser Fahrkönnen fordern. Doch schon beschleunigt der wieder simplere Weg unser Tempo. Das Glücksgefühl auf dem handtuchbreiten Trail ist bereits enorm, aber durch die außergewöhnliche Wegführung entlang der steilen Bergflanke unendlich! Die herrliche Landschaft zwingt uns immer wieder stehenzubleiben um ihr zu huldigen.

Vor Erreichen des Bergwaldes wird der gute Gripp unserer Stollen auf losem Geröll geprüft. Hier heißt es cool bleiben und die Technik arbeiten lassen, unser gutes Fahrwerks-Setup ist spätestens jetzt Gold wert! Der scheint ewig, denn auch im erreichten Wald geht es weniger ruppig über sanften Nadelboden und kleine Wurzeln, bis wir unseren strapazierten Händen eine Pause gönnen müssen. Irgendwann spuckt uns dieser Trail direkt auf einem geteerten Sträßchen vor dem Hotel aus! Unsere Mundwinkel beweisen es: dieser Weg war ein absoluter Supertrail!

Erstklassig ist auch die Unterkunft mit Wellness und Schwimmbad ausgestattet. Beim hervorragenden Abendessen wird eines unser Hauptthemen sein: der Trail.

2. Tag: Pfitscher Tal - St. Vigil                 1150 Hm            30 Km

Das Pfitscher Tal liegt auf 1300 Metern über dem Meer und stellt verkehrstechnisch eine Sackgasse dar. Entsprechend ruhig und erholsam war unsere Nacht.

Ein großzügiges Frühstücksbuffet hilft uns jetzt um, frisch gestärkt und ausgeruht auf eines der MTB-Highlights mit Klassikercharakter zuzusteuern: Es geht per Muskelkraft zum Pfunderer Joch, um uns dann in den erstklassigen Achterbahntrail bis zur Weitenbergalm zu begeben. Zunächst prüfen wir also wieder die guten Klettereigenschaften unserer Bikes. Zu Beginn ahnt man gar nicht, wo denn der Abzweig aus dem Tal sein soll, denn die Talkante ist recht steil und bewaldet. Einmal auf dem richtigen Weg, gibt es dann kein Entkommen mehr und eine gut befestigte Forststrasse führt uns zwar steil aber abwechslungsreich zur Baumgrenze. Ohne Eile können wir die Bergwelt genießen und schieben uns langsam nach oben. Erst das Schlußstück, oft mit Altschnee überzogen, stellt uns bergauf fahrtechnisch und konditionell auf die Probe. Der gesamte bisher zurückgelegte Weg des heutigen Tages gehört zur „Linea Badoglio“, einer Befestigungslinie aus den 1930er Jahren, welche neben Kasernen, Kavernen, Bunkern, Geschützständen und ähnlichen Einrichtungen auch Militärstraßen im Pfitschertal umfasste. Bei diesen gingen die italienischen Stäbe von den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges aus, als sich diese Straßen für die Versorgung der Gebirgstruppen sehr bewährt hatten. Sie sollten mit Kraftwagen befahrbar sein und eine rasche Verbindung zur Staatsgrenze ermöglichen, sind aber jetzt, beinahe 80 Jahre später, stark verfallen und oft nur noch mit dem Mountainbike zu befahren.

Die Passhöhe auf 2568m erwartet uns. Immer wieder ist es ein Besonderes, wenn man nach langer Auffahrt schließlich auf die andere Seite blicken kann. Auch am Pfunderer Joch kann man es kaum erwarten - und wird schließlich belohnt! Die steilen, grünen Pfunderer Berge mit den angrenzenden Riesen der Zillertaler Alpen sind das Eine - der Blick auf den Trail, unmittelbar unter uns, das Andere was uns einfängt. Denkt man in den Alpen an einen Trail mit Flow, dann ist dieser hier wohl das Maß aller Dinge. Auf weichem, griffigem Boden und mit sanfter Neigung bringt uns der Pfad geschmeidig Richtung Südosten. Dabei gibt es immer wieder verschiedene Varianten einzuschlagen, der verspielte Weg hat abschnittsweise eine Vielzahl von Möglichkeiten parat um ins Tal zu kommen. Wer zwischendurch seinem Vorwärtsdrang widerstehen kann, sollte dies tun, um das Stück, das wir gerade gefahren sind, von unten zu bewundern. Hier oben erfährt man Natur pur! Keinerlei Anzeichen von Zivilisation, nur Du, die Landschaft und der Wind. Fotostopps sind hier Pflicht.

So geht es für Ewigkeiten weiter, bis der Trail an einem Steilhang verblockter und anspruchsvoller wird. Weiter unten empfängt uns schließlich ein Schotterweg, auf dem wir überwiegend bis in das Pustertal sausen.

 

Über den Radweg entlang des Alpenflusses Rienz erreichen wir das mittelalterliche Bruneck und steuern auf das nächste Highlight des Tages zu: den Kronplatz. Per Gondel erreichen wir bequem und sehr schnell den Gipfel auf 2275 Metern. Sofort wird klar, warum dieser Berg bei Skifahrern und Ausflüglern derart beliebt ist: ein 360° Panorama der besonderen Art. Wo im Norden die hohen Berge des Alpenhauptkamms rufen, tun dies im Südosten die sagenumwobenen, majestätischen ‚Bleichen Berge‘, die Dolomiten. Seit 2010 wird hier Mountainbiken groß geschrieben und das merken wir sofort auf dem eigens dafür angelegten Trail. Ganze 124 Kurven zählt der Furcia Trail vom Gipfel bis auf den Furkelpass, wo wir bei gutem Zeitmanagement nochmals per Lift hinauffahren, bevor wir in unsere Unterkunft im 550 Meter tiefer gelegen St. Vigil brausen.

Ein langer, erlebnisreicher Tag mit unendlich vielen Bildern im Kopf geht zu Ende.

 

3. Tag: St. Vigil – Selva di Cadore               1580 Hm            52 Km

Highlights: Fanes, Valparola, 5 Torri, Averau

Die Fahrt über die Fanes-Alm und das Limojoch und weiter in das Gardertal ist ein Schauspiel, dessen Drehbuch von einem Bergfilmer geschrieben wurde. Nach 500 Höhenmetern Auffahrt machen wir deshalb unsere Mittagspause, um der Schönheit zu huldigen. Auch wenn das steile Limojoch unseren Puls bis ans Limit hochtreibt, ist es der Blick auf die gewaltigen Dolomiten immer wert! Bald wird der Schotterweg zum Pfad und der Fahrspaß steigt, jedoch ist an diesem Tag die allgegenwärtige Schönheit der Natur unser Thema Nummer eins.

Unvorstellbar, dass auch hier der erste Weltkrieg tobte. Nach dem Limo-See passieren wir eine kleine Alpini-Kaserne. Diese wurde 1916 -im Zuge einer rückwärtigen Auffangstellung- als Teil einer Sperre durch die k.u.k. Armee errichtet. Auf der Schmalseite des Gebäudes befinden sich aus diesem Grund heute noch Schießscharten mit Panzerblenden. In der Nähe des Gebäudes sind Reste von Schützengräben zu sehen. Weiter im Wegverlauf kann man mit geschultem Auge ehemalige Höhenstellungen erkennen. Relikte aus dieser Zeit gibt es immer wieder auf unserer Tour zu sehen. Vieles von dem hier hoch geschafften Material wurde bei Kriegsende liegen gelassen. Für die Menschen aus den Tälern, wo die Wirtschaft in den Nachkriegsjahren daniederlag, war dies eine Möglichkeit sich etwas dazu zu verdienen. So gab es z.B. für einen Helm 2 Lire und für ein Skelett 25 Lire. Auch das Holz vieler zerfallender Kriegsbaracken wurde von den Menschen in den Wintern verfeuert. Trotzdem blieb besonders in den schwer zugänglichen Höhenstellungen noch Material liegen. 

Unser herrlicher Trail führt beinahe auf gleicher Höhe sehr abwechslungsreich bis zum Col de Locia, wo uns ein toller Ausblick ins Tal begrüßt. Die folgende Abfahrt ist erst nach 10 Minuten bergab schieben wieder fahrbar, denn in hohen Stufen zickzackt der Steig durch die Felswand gefährlich nach unten. S5 lässt grüßen…. Der weitere Verlauf bläst uns dagegen viel Fahrtwind ins Gesicht, denn wir können oft die Bremsen auf machen, bis wir die Passstraße überqueren. Hier erwartet uns die 2. Auffahrt des Tages über ca. 400 Hm. Auf weißem Schotter zieht sich der Weg bis zum Kriegsmuseum am Valparolapass hinauf. Zwischen den hohen Felswänden auf der Passhöhe suchen wir unseren schmalen Trail um auf ihm hinunter zu jagen. Nach nicht einmal 100 Höhenmetern kreuzt unsere Strecke der bekannte Falzarego Pass. Der Name Falza Rego bedeutet „falscher König“ und bezieht sich auf den König des Reiches der Fanes, welcher der Sage nach wegen seines Verrates zu Stein wurde und so noch heute vom Pass aus, in unserer Richtung links am Lagazuoi zu sehen ist. Gar nicht falsch sind wir auf dem jetzt folgenden Wiesentrail bergab. An einigen Stellen ist es so feucht, dass wir trotz unserer hervorragender Plus-Size Bereifung ins Schlingern geraten. Im weiteren Verlauf rüttelt es ein wenig über Wurzelteppiche bevor wir mit Sprüngen auf eine Skipiste gelangen. Erst weiter unten, an der Talstation der 5 Torri Bahn hat dieses vorzügliche Abfahrtsvergnügen im S1-S2 Bereich sein Ende. Wer nun glaubt, nach so viel Landschaft und derart schönen Trails wäre für diesen Tag schluß, täuscht sich. Ein weiteres Highlight steht an.

Landschaftlich nicht zu überbieten ist das Panorama in den kommenden Stunden.

 

Erste Sahne Trails begeistern im Flow-Modus und ziehen über mehr als 16 Kilometer am Bergrücken gen Süden. Mit dem glitzernden Gletscher der Marmolada im Gegenlicht der Nachmittagssonne stoßen wir auf den mittelalterlichen Weg della Vena, auf welchem die Bischöfe in Brixen Eisenerz aus den Gruben von Fursil und Capril transportieren ließen.  Abwechslungsreich zieht der Supertrail am bewaldeten Hang entlang und beschert uns ein unvergessliches Trailserlebnis zum Abschluß des schönen Tages. In wundervoller Atmosphäre übernachten wir zum dritten Mal mitten in den Bergen!

 4. Tag: Selva di Cadore / Val Fiorentina – Passo Rolle         1350 Hm      62 Km

Unsere Fahrt beginnt unmittelbar nach dem feudalen Frühstück. Die Bikes werden gecheckt, der Tagesablauf kurz besprochen und schon rollen wir auf der Strasse zunächst in Richtung Osten auf einen der höchsten Gipfel der Dolomiten zu. Der Monte Pelmo ist der erste große Dolomitengipfel, den Menschen erreichten. Am 19. September 1857 erkletterte der irischer Politiker, Naturwissenschaftler und Hochgebirgswanderer John Ball tollkühn den hohen und markanten Berg. Er brach an jenem Datum zunächst mit einem einheimischen Gämsenjäger um drei Uhr Nachts auf, ist aber am bald alleine, da sich der Jäger geweigert hatte an einem gefährlichen schmalen Felsband weiter mit aufzusteigen. Daraufhin steigt er alleine über den seinerzeit noch vorhandenen Gletscher bis zum Gipfel auf, den er um 1 Uhr Mittags erreicht, ihm glückt auch der Abstieg.

Diese Begehung des Pelmo gilt als die erste offizielle Besteigung eines hohen Berges in den Dolomiten: Dem Naturforscher folgten die Pioniere der Erstbesteiger aus ganz Europa, die jetzt aus rein sportlichem Ehrgeiz systematisch alle Gipfel und dann die Wände in allen Varianten erkletterten, es ist der Auftakt für die Verbreitung des "Dolomiten Mythos" in Europa und in der ganzen Welt. In seiner fortgesetzten Form sind so auch wir Mountainbiker ein Teil dieser vor über 150 Jahren angestoßenen Entwicklung.

Bald erreichen wir schöne Aussichtsplätze auf den Schicksalsberg. Mit Blick auf die Felsen erscheint die Bezwingung des senkrecht in den Himmel ragenden „Thron Gottes“ unmöglich.

Den Super-Ausblick ausgiebig genießen und dann in die Abfahrt stürzen, so lautet das weitere Pflichtprogramm. Dabei ist der Trail am Anfang noch zahm. Ohne große Kurven und recht flach rollt man über die Almwiesen, bis es dann nach einer scharfen Linkskurve zur Sache geht. Die Steilheit gepaart mit losen Steinen fordert Mut und Gleichgewichtssinn.

Nach so viel Abfahrtsvergnügen geht es am Alleghe See gemütlich auf einer Nebenstrasse dem Tal folgend weiter. Der See entstand 1771, als ein gewaltiger Erdrutsch die darunter liegenden Orte begrub. Innerhalb nur weniger Tage erreichte das aufgestaute Wasser eine Tiefe von 18 Metern und eine Länge von 1500 m. 

 

Ein Forstweg entlang des Bergbaches Biois führt uns in den ladinisch geprägten Ferienort Falcade, am Fuße des Passes von San Pelegrino. Hier besteigen wir die Gondel ins Skigebiet von Trevalli, eingerahmt zwischen den felsigen Bergmassiven der Marmolata im Norden und des Pale di San Martino im Süden. Ein unscheinbarer Wiesentrail zweigt nach wenigen Metern Schotterpiste in Richtung Passo Valles ab. Noch heute gibt es neben der Hütte einen großen Stein. Er steht seit 1791 für die alte Grenze zwischen Österreich-Ungarn und der Republik Venedig. Für uns heißt das nächste Ziel auf unserer einmaligen Tour das Val Venegia, welches wir mit einer schnellen Teerstraßen-Abfahrt erreichen. Es folgt ein faszinierendes Naturschauspiel in diesem schönen Tal. Auf einem alten Militärweg kommen wir auf die 500 Meter höher, idyllisch gelegene, Baita Segatini und damit auch den Felstürmen der Pale sehr nah. Das späht nachmittägliche Licht hüllt die Almwiesen und schroffen Felsen schon in einen weichen Mantel. Hier oben regiert die Ruhe - außer den Geräuschen des Windes ist hier nichts. Ein schöner, schmaler Trampelpfad begrüßt uns zu einer vielversprechenden Abfahrt, bis zum Erreichen unserer Unterkunft. Erneut geht ein äußerst erlebnisreicher Traumtag zu ende.

 

 5. Tag: Passo Rolle  - Lago di Corlo       1050 Hm      68 Km

 

Kräfte sparen schon am Morgen! Es bringt uns die Seilbahn in San Martino di Castrozza hoch hinauf zur Malga Tognola ( 2200m). Sensationell gleich mal wieder das  360° Panorama! Bevor wir in den ersten Trail jagen heißt es die Panoramafunktion unserer Kameras zu aktivieren. Über die im Sommer beweideten Skipisten dringt das Läuten der Kuhglocken zu uns herauf. Hirtenhunde halten die Herden beisammen – hier scheint die Welt noch in Ordnung! Über aufwändig zurechtgerückte Steinplatten beginnt unser eigens für Biker hergerichteter Trail. S2-S3: der Super Modus beginnt! Wir fahren in das grüne Herz des Trentino. Schon nach wenigen Metern über die Felsen wird klar, mit einem Bunnyhop meistert man so manches Loch in der Geländefahrbahn am sichersten und der Stylefaktor ist ja auch entscheidend! Unsere großvolumigen Plus-Size-Reifen beugen zwar so manchem Durchschlag vor, darauf anlegen will man es aber nicht! Der Fahrspass-Barometer ist am Vollausschlag! 450 Downhillmeter – was für ein Supertrail! Irgendwann steuern wir auf eine Schotterpiste, welches uns unser Tempo raubt: Es geht nämlich bergauf. Auch das muss dann mal sein, doch es ist auch schön: Das Tal ist sehr ursprünglich, das Wasser rauscht im nahen Bach und der Wind streicht durch den hohen Bergwald. Man könnte meinen, hier, in dieser Abgeschiedenheit, trifft man wahrscheinlicher einen Braunbären als einen Menschen. Der gekieselte Weg führt schließlich wieder über die Baumgrenze und zwingt uns zur Krönung auf den letzten Metern vom Rad. Um nicht am maximalpuls den Heldentod zu sterben, schiebt man in diesem technisch anspruchsvollen Abschnitt besser. Kleine Seen, besser Pfützen aus der Eiszeit, spiegeln die Bergwelt wider. Auf der Passhöhe erkennen wir sofort verfallene Schützengräben auf beiden Seiten zu den Gipfeln hinauf. In den Jahren 1915 und 1916 gab es auf diesem Kriegsschauplatz wenig Bewegung.
Die italienische und österreichische Frontlinie war im Schnitt 3 bis 4 km voneinander entfernt; dazwischen kam es nur vereinzelt zu Zusammenstößen von Spähtrupps. Auf einem der damaligen Versorgungswege führt unser Track ins Tal. Von der Natur komplett zurückerobert, sehen wir nur einen schmalen bräunlichen Faden zwischen den Graswasen als unseren Trail. Bei diesem einfachen Trail erreichen wir schnell Höchstgeschwindigkeit - die Bremsen glühen! Die Kurven kündigen sich wegen der Übersichtlichkeit des Steilen Wiesenhangs früh an, so dass man mit maximaler Schräglage ins Tal saust. Erst im unteren waldigen Abschnitt sind kleine technische Herausforderungen über Wurzeln und kleine Bachläufe zu meistern. Alles kein Problem! Doch die Länge dieser 1,1 Höhenkilometer-Abfahrt zwingt uns zu Pausen: Auch Bremsen kann anstrengend sein!

Ein weiteres Abfahrthighlight folgt dann am Nachmittag. Nach erklimmen des steilen Monte Totoga (oben wieder einmal schiebend) folgt eine reine Schotterstrassenabfahrt. Doch keine Sorge – es wird nicht langweilig, denn 48 Serpentinen und gewaltige Tiefblicke machen diese Raserei recht kurzweilig. Vor der 1200 Höhenmeterabfahrt können wir jedoch die Geschützkavernen aus dem Krieg nahe des Gipfels erkunden. Schnell wird dabei klar, dass die folgende Talstrasse ebenfalls aus dieser Zeit stammt und ein Meisterwerk damaliger Ingenieurskunst darstellt.

Die letzten Kilometer des Tages führen bergab aus dem Tal, fast immer auf der alten Straße parallel zur Hauptstraße, bis wir schließlich an unserem Etappenziel am Ufer des Stausees ankommen.

 

6. Tag: Passo Rolle  - Lago di Corlo       1050 Hm      68 Km

Finale! 5 Tage voller Singletrails liegen bereits hinter uns. Die große Herausforderung haben wir bis zum Schluß aufgehoben: Die Dynamite-Trails des Monte Grappa! Wer die 1700 Höhenmeter aus eigener Kraft bewältigen will muss schon früh aufstehen. Ansonsten führt uns später ein Shuttle eine erhebliche Strecke rauf, so dass wir am Ende des tages „nur“ 600 Höhenmeter noach oben schwitzen. Dazwischen liegt eine aufregende Reise! Das erste Ziel ist ohnehin der Gipfel! Auf 1760m haben die Faschisten lange nach dem ersten Weltkrieg ein monumentales Denkmal errichtet. Über 20.000 Soldaten sind darin bestattet. Die Aussicht ist beispiellos, denn es ist tatsächlich der letzte Berg der Alpen. Danach blickt man flach über 70 Kilometer bis nach Venedig! Wir halten inne. Schließlicht machen wir uns für unseren letzten Ritt bereit. Das Setup wird nochmals gecheckt, der Reifendruck angepasst. Wer unten noch seine Knochen spüren will muss sich vorbereiten. Es ist vor allem die Länge der Abfahrt. Es kann losgehen. Wir starten in Richtung Norden auf dem früheren, jetzt als Wanderweg genutzten, Militärweg. Vorbei an den betonierten, italienischen Stellungen macht der Weg schon richtig Spaß. Spätestens an den kniffligen Stellen am Bergrücken zum Croce del Lebi wird jedem klar, dass der nächste Supertrail schon begonnen hat. Je nach Wetter und unserer eigenen Konstitution, müssen wir uns jetzt gleich entscheiden, welchen der Wege durch die Südwand wir einschlagen. Zur Diskussion steht zum einen der über 60 Kehren zählende Sentiero 151, den wir ohne weitere Höhenmeter vor der Nase haben. Spektakulär zieht der schmale Pfad in die Tiefe und verschwindet bald in den Bäumen. Grober Schotter wird uns hier mit vielen Stufen und den Kehren begeistern. Nur bei bester Verfassung, werden wir an dieser Abfahrt vorbeifahren und uns zu einem noch größeren Abenteuer wagen. Es geht nochmals bergauf. Hier im Süden ist es meist auch noch auf 1500 Metern ziemlich warm, vor allem südseitig. Hoffentlich haben wir genug zum Trinken dabei, denn Wasser ist Mangelware. Über den mit Dynamit gesprengten Sentiero Panoramico am Monte Meatte erreichen wir den früh bald von oben Supertrail Sentiero 153. Was für ein Anblick!

Mountainbike Pionier Stanciu schreibt: „Von hier oben sieht man ihn in voller Pracht. Schmal, aber hell weiß schimmernd und gut sichtbar in den grünen Bergwiesen zwischen schroffen Felsnadeln, die Serpentinen ziehen sich abenteuerlich im Steilhang hinunter, nur unterbrochen von zwei kurzen Tunnels. Er ist spektakulär.“ 

Die Jagt beginnt. Bald stellt sich heraus, dass der Schotter gröber ist, als von Oben beobachtet. Viele Abschnitte sind extrem schmal und man muss sein Ziel gut anvisieren. Die Serpentinen sind eng. Bei gutem Speedcheck aber fast alle gut fahrbar. Nichts für schwache Nerven, denn es geht an manchen Stellen in den Abgrund! Ein Fehler wäre katastrophal. Wer nicht Schwindelfrei ist hat hier besser nichts verloren. Erst im unteren bewaldeten Abschnitt wird der Kriegspfad durch die Bäume ungefährlicher. Es rüttelt und schüttelt uns über 800 Meter nach unten. Die Bremsen glühen. Ohne Pause? Unmöglich!

 Irgendwann erreicht man San Liberale, wo man am Brunnen die notwendige Abkühlung bekommt. Unser Trailabenteuer ist zu Ende! Leicht bergab auf Schotter und Teer gleiten wir nach Bassano!

Logisch ist, dass wir diese 6 Tage erst einmal feiern müssen!

 

7. Tag

Rückreise zu unserem Statort per Shuttlebus

 

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